Über Uns

Die Frauenhelpline wurde 1998 auf Initiative der damaligen Frauenministerin Barbara Prammer gegründet. Bis 1998 gab es in Österreich keine bundesweite Notrufnummer bzw. Helpline im Bereich Gewalt gegen Frauen* / Gewalt in der Familie, die rund um die Uhr Informationen weitergibt und Hilfestellungen, Entlastung und Stärkung – auch in Akutsituationen – anbietet. Die Frauenhelpline ist seit 1. Juni 1999 im Verein Autonome österreichische Frauenhäuser - AÖF angesiedelt, der als autonomer, privater, konfessionsloser und parteiunabhängiger Verein 1988 gegründet wurde.

Wir verstehen uns als unbürokratische Erstanlaufstelle, die rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr kostenlos erreichbar ist.

Viele Frauen* sprechen in unseren Gesprächen tatsächlich das erste Mal über ihre Situation, was auch der Niederschwelligkeit der Einrichtung zu verdanken ist. Die Frauenhelpline ist unbürokratisch, die Anruferin hat es selbst in der Hand, den Kontakt abzubrechen oder fortzusetzen. Viele Frauen* werden über einen längeren Zeitraum von uns begleitet. Unsere Einrichtung ist auch der direkte Draht zu Frauenhäusern und zu bundesweit relevanten Hilfseinrichtungen.

Unser Team besteht aus 10 Beraterinnen verschiedener Grundberufe (Sozialarbeiterinnen, Lebens- und Sozialberaterinnen, Psychotherapeutinnen, Psychologinnen und einer Soziologin).

Unser breites Sprachangebot umfasst folgende Sprachen: Arabisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Englisch, Farsi & Dari, Rumänisch, Russisch, Ukrainisch und Türkisch.

In Zusammenarbeit mit der ÖGS (www.RelayService.at) bieten wir zudem eine Beratungsmöglichkeit für Gehörlose an.

Für Frauen* und Mädchen, die lieber chaten als reden möchten, bieten wir eine Onlineberatung im virtuellen Netz. Näheres ist unter www.haltdergewalt.at nachzulesen.

Wir orientieren uns in unseren Beratungsgesprächen an folgenden feministischen und frauenspezifischen Prinzipien:

  • Wir stehen parteiisch auf der Seite der anrufenden Frauen* und unterstützen sie in ihren Ansprüchen. Wir helfen dabei, Machtunterschiede abzubauen und Gewalt aus der Privatsphäre herauszuholen.
  • Wir versuchen, ganzheitlich die Ressourcen der Anruferinnen mit Einbezug ihrer Möglichkeiten zu stärken. Dabei sehen wir die Eigenverantwortlichkeit als zentral für das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“.
  • Wir helfen mit Empowerment zu Selbstvertrauen und selbstbestimmtem Handeln.
  • Für alle Anruferinnen wird die Anonymität gewahrt.

Österreich erfüllt mit der Einrichtung der Frauenhelpline seit 1998 eine wichtige Empfehlung der Istanbul Konvention - das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen* und häuslicher Gewalt - und hat somit eine europäische Vorreiterrolle.

Die Frauenhelpline wird zu 100% vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen finanziert.